Ein Wandutensilo ist beim Nähen nicht nur praktisch, sondern sorgt für Ordnung auf dem Nähplatz, ist dekorativ und man hat alles immer sofort griffbereit und parat.
Ihr liebt es auch, wenn alles seinen Platz hat? Dann ist ein Wandutensilo genau das Richtige für euch! Im Prinziep könnt ihr alle festen Stoffe und alten Kleidungsstücke nutzen, die euch unter kommen. Ich denke dabei an Kissenhüllen, Bettwäsche, Handtaschen oder eben Jeans. Alles, was eben aussortiert wurde.
Mein Utensilo habe ich ganz einfach aus alten Jeans der 2000er genäht. Die passen einfach nicht mehr!

Du Anika, ich habe alte Jeans und Röcke. Magst du was daraus nähen?


01. Material sichten
Beim Upcycling ist eins Wichtig: Richte dich nach dem Material. Es gibt beim Upcycling keine Schnittmuster oder Vorgaben. Die Maße richten sich nach dem vorgegebenen Material.
Mein Untergrund besteht aus 2 Hosenbeinen und 2 Hosentaschen mit der Kehrseite der Hose. Hier kommt es darauf an, was du benutzen möchtest und welche Teile auch noch gut zu gebrauchen sind. Die Hosenbeine habe ich an einer Nahtseite aufgetrennt und jeweils oben und unten angepasst.


02. Ausprobieren
Sobald du alle Teile einmal so geschnitten hast, wie du es gemessen hast, legst du sie nochmal hin. So kannst du dir ein Bild davon machen, wie groß dein Wandutensilo wird und ob die Farben deiner Jeans so passen, wie du es dir vorgestellt hast.
03. Rückteil zusammennähen
Nun werden die aufgetrennten Hosenbeine einmal in der Länge mit einem elastischen (starkem) Stich zusammengenäht. Ich habe hierfür meine Overlock Nähmaschine genutzt. Es klappt aber auch mit einer Nähmaschine mit dem Zick-Zack Stich oder dem Überwendlings Stich (Fake-Overlock). Mir war hier wichtig, dass das Rückteil nicht ausfranst. Zusätzlich habe ich mit der Overlock einmal rundherum das Utensilo versäubert.


04. Hosentaschen auflegen
Die Hosentaschen für das Utensilo habe ich aus den Kehrseiten verschiedenster Jeans und Röcke ausgeschnitten und ermal gelegt, um zu schauen, wie es mir gefällt.
Mit Nieten kannst du Gummibänder befestigen, um später Garnrollen und Overlockgarne zu verstauen. Das ist super praktisch! Mir hat die Anordnung auf diesem Bild nicht so richtig gepasst. Im Endergebnis seht ihr meine Anpassung.
05. Hosentaschen auflegen und fixieren
Die Hosentaschen werden mit einem Zick-Zack Stich rundherum fixiert. Vorab habe ich sie mit einer Nahtzugabe von ca, 1,5 cm ausgeschnitten. Solltest du mit dem Nähfüßchen über die Taschen fahren müssen, könnte deine Maschine streiken. Hier ist ein größerer Abstand sinnvoll. Nutze auch gern eine Hebamme für den Nähfuß. Diese kannst du aus Pappe zuschneiden oder einfach eine Nadelbox nutzen und von hinten mit unter den Nähfuß schieben.


06. Deko und Aufhängung
Von einem Rock habe ich mir den süßen Blumen Aufnäher bzw. Patch abgetrennt und aufgenäht. Dabei fährst du ganz einfach langsam und vorsichtig das Patch mit einem Geradstich ab.
Für die Aufhängung habe ich 6 Knopflöcher (3 oben und 3 unten) genäht und vorsichtig aufgetrennt. So kann der Stoff nicht so leicht reißen.
Am Ende habe ich den Abstand der Knopflöcher ausgemessen und mit einer Wasserwaage 6 Schrauben in die Wand gebracht.
Jetzt kannst du dein Utensilo aufhängen und bestücken.
07. Fertig



Du möchtest das Schnittmuster „Süße Pumpi“ nähen?
Die Pumphose hat einen sehr bequemen Sitz und ist aus vielen Materialien nähbar.
Sie besticht durch ein frisches Design mit zwei Kellerfalten vorn.
Die Bündchen an den Knöcheln sitzen fest, da rutscht nichts!


